Die 5 schönsten Radwege in Frankreich

Die 5 schönsten Radwege in Frankreich

Wem macht Radfahren auf extra dafür angelegten Wegen nicht auch unglaublichen Spaß?

In den letzten Jahren hat der französische Staat und die viele Kommunen, die Wichtigkeit von Radwegen begriffen und entsprechend investiert, um deren Ausbau zu fördern. Dabei handelt es sich um von der Straße abgetrennte Radwege, geteilte Straßen oder ruhige Wege, entlang von Flüssen und Kanälen. Heute möchten wir euch die 5 schönsten Radwege Frankreichs vorstellen. .

 

1. Canal de Garonne und Canal du Midi mit dem Fahrrad

 

Der Süden Frankreichs ist nicht nur berühmt für sein herrlich mildes Klima, sondern auch für seine pittoresken und romantischen Dörfer. Wer den typisch französischen Charme erleben möchte, sollte unbedingt ein paar Tage im Südwesten des Landes verbringen.

Unglaublich aber wahr: Von Bordeaux kommt man mit dem Rad auf Fahrradwegen bis an Mittelmeer. In der Hauptstadt des Weins bietet jede Menge Möglichkeiten, um in einen unvergesslichen Radurlaub zu starten. Die Cité du Vin zeigt auf interaktive Art und Weise die verschiedenen Facetten des Weins und dessen Geschichte. Danach lässt sich das Gelernte gleich in die Tat umsetzen, die vielen Weinbars mit ihren Terrassen laden zum Verweilen ein.

Auf dem Radweg geht es dann über die Weinberge bis zum Canal de Garonne. Ruhige Natur, wechselt sich mit kleinen Dörfern ab.

Toulouse, die rote Stadt, bietet jede Menge Möglichkeiten und ein längerer Aufenthalt bietet sich nicht nur für Musikliebende an. Entlang des Canal du Midi kann man nun per Rad entspannt dem Mittelmeer entgegen fahren. Die berühmte Festungsstadt Carcassonne sollte man auf keinen Fall verpassen. Mit seiner imposanten Festung zählt sie zu den französischen “Must-Sees” und ist außerdem von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

 

2. Loire per Fahrrad

 

Der längste Fluss Frankreichs führt die Radler mit seinen 1.006 km durch ein facettenreiches Frankreich. Ob man lieber durch naturbelassene Abschnitte fährt, den Trubel in der Großstadt bevorzugt oder ganz herrschaftlich die geschichtsträchtigen Schlösser besichtigt – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Da die Strecken flach sind und es viele tolle Dinge auch für die Kleinsten zu entdecken gibt, bietet sich diese Strecke vor allem für Familien an.

Die von den französischen Königen gebauten Loireschlösser wie Chambord, Chenonceaux und Amboise, sollte man auf keinen Fall verpassen. Außerdem laden Städte wie Tours, Angers und Nantes zum Verweilen ein.

An der Loire wird übrigens auch sehr guter Wein produziert. Da er nicht so prestigeträchtig wie in Bordeaux oder dem Burgund ist, findet man ihn schon direkt beim Winzer, zu sehr korrekten Preisen.

Je weiter man sich dem Atlantik nähert, desto mächtiger wird die Loire. Seltene Vogelarten und spektakuläre Natur lassen niemanden unberührt.

Hat man dem Wind standgehalten und ist in La Baule angekommen, wird man Zeuge, wie die Königin der französischen Flüsse in den Atlantik fliesst. An Heimreise sollte man jedoch noch nicht denken! Ein Strandurlaub bietet sich geradezu perfekt an. Der Küstenwind bietet immerwährende Abkühlung und bleibt so selbst während den warmen Monaten erträglich.

 

3. Atlantische Küste – Vélodyssee – der Fahrradurlaub

 

Dünen, Meer und Sonne. Kann man sich einen besseren Urlaub vorstellen? Getoppt wird das ganze durch ein gut ausgebautes Radwegnetz, das von der Bretagne bis zur spanischen Grenze reicht.

Zu den Highlights dieser Strecke zählt sicher die Kulturstadt La Rochelle, die für ihr üppiges Musikprogramm bekannt ist, welches jedes Jahr mit den Festival Les Francofolies seinen Höhepunkt findet.

Die Ile de Ré, auch die weiße Insel genannt, zählt zu den absoluten Lieblingen der Franzosen. Die weißen Häuser, die unberührte Natur und das Meeresrauschen des rauen Atlantiks sorgen für perfektes Sommer-Feeling.

Fährt man mit dem Fahrrad gen Süden, passiert man kilometerlange Sandstrände. Um sich im erfrischenden Meer abzukühlen, kann man das Rad auch ruhig mal kurz stehen lassen.

Fährt man bis an die spanische Grenze, ins Baskenland, wird man dafür mit einem phänomenalen Panorama auf die Pyrenäen und der baskischen Gastfreundschaft belohnt. Städte wie Biarritz und Saint Jean de Luz haben sich zu beliebten Strandbädern entwickelt und bieten dadurch eine herrliche Alternative zu den Badeorten am Mittelmeer.

 

4. Von Paris bis zum Mont Saint Michel – Véloscenie mit dem Fahrrad

 

Eine Millionenstadt mit dem Rad klingt zunächst nicht sehr aufregend. Da sich die Stadtverwaltung in den letzten Jahren mächtig ins Zeug gelegt hat und jede Menge Radwege anlegte, kann man die Stadt der Liebe völlig entspannt mit dem Rad erkunden. Paris verlässt man schon auf dem neuen Radweg, der sogenannten Véloscenie. Französische Kultur und Geschichte werden den Radfahrern in Versailles, Chartres und Maintenon vermittelt. Das berühmte Schloss Versailles, gebaut vom französischen Sonnenkönig, zählt zu den Meisterwerken barocker Architektur. Die Kathedrale von Chartres zählt zu den schönsten Frankreichs und auch die mittelalterliche Stadt lädt mit seinen zahlreichen Plätzen zum Verweilen ein.

Die Natur steht in der zweiten Hälfte der Véloscenie im Vordergrund. In der Normandie fährt man durch saftig grüne Landschaften und wird schnell begreifen, weshalb diese Region die Nummer 1 in der Käse und Butterherstellung ist. Dazu darf vor allem der berühmte Cidre nicht fehlen, dessen Genuss selbst dem Radler das Weiterfahren erlaubt. Romantische Apfel Landschaften wechseln sich mit Wäldern und Feldern ab.

Als absolutes Highlight erreicht man den Mont Saint Michel. Die auf dem Hügel thronende Abteikirche ist UNESCO Weltkulturerbe und lockt jedes Jahr eine Vielzahl an Besuchern.

Dank des hervorragend ausgebauten Radwegenetzes ist die Véloscenie ein Traum für Radfahrer und bietet eine tolle Mischung aus Kultur und Natur. Insgesamt befinden sich auf dieser Strecke 5 Stätten des Weltkulturerbe, welch’ ein Erlebnis!

 

5. Canal du Nivernais und Canal de Bourgogne mit dem Fahrrad

 

Das Burgund ist vor allem für seine gastronomische Küche und die köstlichen Weine bekannt. Doch auch kulturell hat die Region einiges zu bieten. Ganz entspannt lässt es sich auf sehr gut ausgebauten Radwegen, fernab von Autolärm, entlang des Canal du Nivernais und des Canal de Bourgogne radeln.

Die Abtei Fontenay, UNESCO Weltkulturerbe, die aussergewöhnlichen Schlösser Ancy-le-Franc und Tanlay, aber auch die Kulturstadt Auxerre liegen auf der Strecke.

Entlang des Canal du Bourgogne gelangt man bis in die Landeshauptstadt Dijon. Das Rad kann man hier getrost stehen lassen und sich die Stadt mit ihrer ungewöhnlich großen Fußgängerzone erkunden. Folgt man der kleinen Eule, dem Merkmal der Stadt, entdeckt man die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten der Stadt. Berühmt für seinen  Senf, Moutarde de Dijon, kann man in einer der zahlreichen Boutiquen seine Lieblingssorte als Souvenir mit nach Hause nehmen.